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Wie du die Verantwortung für dein Training übernimmst

Verantwortung übernehmenAlle wollten nur das Beste für mich.

Ich habe viele Fragen gestellt und alle Antworten genommen wie sie kamen.

Rückblickend war es leicht anderen das Steuer für mich in die Hand zu drücken.

Es dauerte eine Weile bis ich kapierte, was das Beste für mich ist.

Ich hatte so viele Fragen, weil ich mit meinem Training unzufrieden war.

Und ich kannte auch die Schuldigen:

  • die mit den Ratschlägen und den Tipps für mich.
  • die Zeitschriften,
  • der Trainer im Studio,
  • die Supplemente Hersteller
  • und die zahlreichen Fitness Foren.

Ich war ihr Beifahrer und hatte mich dafür entschieden.

An dem Tag, als ich Zuhause vor dem Spiegel stand und mir das erste Mal bewusst wurde, dass der Typ gegenüber an meiner Situation schuld hat, kann ich mich gut erinnern.

Dieser Tag änderte alles.

Ich begann langsam das Steuer in die eigene Hand zu nehmen.

Und ich begann ernsthaft zu hinterfragen, was ich wirklich möchte ohne darauf zu hören was alle anderen für mich wollten.

Es war hart.

Ich wollte das Steuer immer wieder abgeben.

Ich redete mir ein, dass die anderen doch am besten wissen, was ich wirklich brauche und tun sollte

„Selbsttäuschung ist die einfachste Art, der Wirklichkeit zu entfliehen.“ – Jenny Petalla

Meine Bequemlichkeit, andere für mich und mein Training denken zu lassen, war immer noch größer als mein Wille etwas zu ändern.

Erst als ich mir die Zeit nahm und ernsthaft darüber nachdachte, wie meine spezifischen Ziele aussehen, wo ich mit meinem Training hin möchte, kam die Wende.

Ich erkannte wer mir wirklich helfen konnte und wer mir nur half, weil er sich selbst helfen wollte.

Die einen forderten Einsatz, Disziplin und Durchhaltevermögen damit sie ihr Wissen mit mir teilten und die anderen versprachen es würde ganz leicht.

Der Verzicht den leichten Weg zu wählen, nicht auf diejenigen zu hören die mir schnellen Erfolg für meine Träume anboten, war extrem schwer. Ich hab ihnen in dieser Zeit mehr als einmal nachgegeben nur um immer wieder enttäuscht zu werden.

Jeder der sagt es wird leicht, lügt dir eiskalt ins Gesicht.

Heute ist das in Ordnung für mich. Sie waren gute Lehrer und glaube mir, ich habe viel Lehrgeld gezahlt. Wären sie damals nicht gewesen, wer weiß wo ich heute stehen würde.

Ich mache niemanden einen Vorwurf, auch wenn es mir oft schwer fällt. Ich erwische mich immer wieder dabei.

Ich trage die Verantwortung für mein eigenes Leben und damals entschied ich mich für den leichten Weg.

Als ich mich dagegen entschied, kamen die ersten Erfolge. Kein leichter Weg in der Küche jedoch Erfolge im Spiegel. Kein leichter Weg in den Trainingseinheiten dafür neue Bestleistungen.

Je mehr Verantwortung ich für mich übernahm, umso weniger Ausreden hatte ich. Die Größe meiner Ziele wuchs im gleichen Maße, wie meine Ausreden an Kraft verloren.

„Wer etwas wirklich will, findet einen Weg. Wer nicht wirklich will, findet Ausreden.“ – Willy Meurer

Über ein Jahr lang trainierte ich meist alleine Zuhause oder auf Spielplätzen.

Wenn etwas nicht so lief wie ich es mir erhoffte, wusste ich bei wem ich mich beschweren musste. Ich war der Einzige der da war und auch der Einzige vor dem ich mich rechtfertigen musste.

Die Ausreden die ich mir erzählte, glaubte ich nicht mehr.

Fängst du an über dich selbst zu lachen, weil du dir gerade etwas schön reden willst, merkst du wie dämlich und wenig hilfreich Ausreden sind.

Der Spaß an Veränderungen entwickelte sich. Mein Glaubenssatz, Veränderungen sind immer gut, entstand und ich wurde flexibler.

Wenn du die Verantwortung für alles selbst übernimmst, wirst du sehr flexibel, weil es niemanden mehr gibt bei dem du dich ausheulen kannst.

Du musst selbst entscheiden wie du auf die Dinge in deinem Leben reagierst.

Rückblickend ist es sehr interessant zu sehen, was ich verändern musste, um das Steuer wieder in die eigenen Hände zu nehmen.

Hier ist eine kleine Übersicht:

  1. Ich schaute in den Spiegel und akzeptierte, dass ich für alles was bisher in meinem Leben geschah verantwortlich war.
  2. Ich begann mich ernsthaft mit meinen Zielen auseinanderzusetzen.
  3. Ich plante mein Leben meinen Zielen entsprechend.
  4. Ich begann alles zu hinterfragen, was sich wie ein leichter Weg anhörte.
  5. Ich habe aufgehört zu jammern und mich zu beschweren.
  6. Ich habe erkannt, dass sich mein Leben ändert, wenn ich mich zuerst ändere und in welche Richtung diese Veränderung geht, liegt ganz allein in meiner Verantwortung.
  7. Für mein Training begann ich auf diejenigen zu hören, die mir nichts versprachen jedoch viel boten, wenn ich aus meiner Komfortzone komme und auf den leichten Weg verzichte.

Tue dir selbst einen Gefallen und nimm das Steuer wieder in deine eigenen Hände, auch wenn dies der schwere Weg ist.

Es lohnt sich.

Ehrlich… hast du dich schon einmal gefragt, wer in deinem Training das Steuer in der Hand hat?

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{ 2 Kommentare… add one }
  • Sascha January 27, 2016, 5:26 pm

    Hi Sebastian,

    ich bin da wie du und auch lange Beifahrer gewesen!
    Ist ja auch komfortabel und einfacher.

    Mir gefallen solche Artikel immer wieder sehr gut, denn diese geben mir Kraft meinen Weg weiter zu gehen. Klasse geschrieben!

    Alles Gute weiterhin für dich und deine Projekte!
    Besten Gruß,
    Sascha

    • Sebastian Müller January 27, 2016, 10:34 pm

      Hallo Sascha,

      danke für deinen Kommentar!

      Stimmt. Deinen Weg kenne ich nur zu gut. Deine Texte dazu haben schon viel bewegt. Bestimmt nicht nur bei mir. Auch bei vielen anderen deiner Leser!

      Ich glaube wir haben das mit der Eigenverantwortung ganz gut hinbekommen. 🙂 Auch wenn es ne Weile gedauert hat.

      Beste Grüße,
      Sebastian

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