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Training: Was du über deinen Ist-Zustand und Ziel wissen musst

Kettlebells 2Menschen die mit dem Training beginnen, lassen sich in zwei Kategorien unterscheiden. Die einen wissen wo sie sind und die anderen wissen wo sie hinwollen.

Wo sie stehen, ist Punkt A und wo sie hinwollen, ist Punkt B.

Beide haben gemeinsam, dass der Erfolg im Training ausbleibt solange sie nicht beide Punkte genau kennen.

Stell es dir vor wie bei einem Routenplaner. Du brauchst immer beide Punkte, um eine Strecke zu definieren die dich an dein Ziel bringt.

Trainierst du schon eine Weile ohne große Erfolge zu feiern, hast du vielleicht auch nur einen Punkt auf deiner Landkarte.

Für Erfolg im Training ist es wichtig zu wissen wo du stehst und zu wissen wo du hinwillst. 

Punkt A = Ist – Zustand

Dein Ist-Zustand gibt an wie beweglich, stabil, kräftig oder ausdauernd du im Moment bist.

Dinge wie Zeit fürs eigene Training, Vorerfahrung, eventuelle Verletzungen in der Vergangenheit oder vorhandene Ressourcen (Trainingsgeräte, Studio) spielen auch eine wichtige Rolle.

Punkt B = Ziel

Dein Ziel gibt an was du in einer bestimmten Zeit erreichen möchtest. Beim Training geht es meist um die Verbesserung der Beweglichkeit und Stabilität in den Gelenken, mehr Muskulatur, weniger Fett oder dem erreichen einer bestimmten Kraft- oder sportspezifischen Leistung.

Kennst du beide Punkte auf deiner Landkarte?

Hier sind ein paar Dinge an denen du erkennst zu welcher Gruppe du im Moment gehörst.

Wissen genau wo sie stehen – Kennen Punkt A und wollen weg davon.

In dieser Kategorie finden sich Breitensportler die mit dem Training beginnen, weil sie mit ihrem jetzigen Zustand unzufrieden sind.

Sie wissen ganz genau was ihnen nicht gefällt und wollen unbedingt weg von diesem Zustand.

Ihnen ist unklar wo die Reise genau hingeht.

Das Problem?

„Ich trainiere, weil ich zu dick bin und abnehmen möchte.“

„Ich trainiere, weil ich zu dünn bin und Muskeln aufbauen möchte.“

„Ich trainiere, weil ich steif bin und beweglicher sein möchte.“

Das ist als ob ich meinen Koffer packe, weil es mir in Deutschland nicht mehr gefällt und sage ich ziehe nach Osten.

Frage: Cool! In den Osten. Wohin genau?

Antwort: Hmmm…

Klingt verrückt oder? Soll es geben und beim Training passiert es ständig.

Wissen genau wo sie hinwollen – Kennen Punkt B und wollen schnellstmöglich dahin.

In dieser Kategorie findest du Hobbysportler oder ambitionierte Freizeitathleten die unbedingt ein spezifisches Ziel erreichen wollen.

Sie wissen genau was ihnen gefällt und kennen das Ziel mit allen dazugehörigen Details.

Ihnen ist unklar wo die Reise genau anfängt.

Das Problem?

„Ich trainiere, weil ich 10 strikte Muscle Ups an den Ringen schaffen möchte.“

„Ich trainiere, weil ich mein zweifaches Körpergewicht im Kreuzheben ziehen möchte.“

„Ich trainiere, weil ich den freien Handstand in einer perfekten Linie für 30 Sekunden halten möchte.“

Das ist als ob ich mich mit meinem Auto beim nächsten Rennen auf einer Rennstrecke anmelde.

Frage: Cool! Ein Autorennen. Wann hast du das letzte Mal dein Fahrwerk, Bremsen und Stoßdämpfer prüfen lassen und hast du die benötigte Motorleistung?

Antwort: Hmmm…

Hier ist es das Gleiche. Auch verrückt und an der Tagesordnung beim Training.

Warum beide Punkte wichtig für deinen Erfolg sind. 

Egal welcher Punkt dir im Moment noch nicht bewusst ist, um im Training erfolgreich zu sein, musst du beide kennen.

Kennst du Punkt B nicht, hast du nur ein schwammiges Ziel. Es ist nicht „smart“ genug, um irgendwo anzukommen. Es ist nicht spezifisch, du kannst es nicht messen, keiner kann sagen ob es möglich oder realistisch ist und es lässt sich zeitlich nicht festlegen.

Kennst du Punkt A nicht, wirst du schnell frustriert sein. Sei es durch Überlastungen oder Verletzungen die dich immer wieder zurückwerfen oder weil du ein Plateau erreichst und dich weit entfernt von deinem Ziel nicht mehr steigern kannst.

Fazit:

Nur wenn du ein klares Bild von deinem Ist-Zustand und deinen Zielen hast, wirst du im Training die Erfolge feiern die du dir erhoffst.

Solltest du in der Vergangenheit keine Resultate mit deinem Training erzielt haben, stehen die Chancen gut, dass du einen der Punkte nicht richtig klar hattest.

Willst du mehr zu Punkt A und Punkt B wissen, lies dir auf jeden fall diese zwei Artikel durch:

Punkt A: Fitness – Kennst Du Deinen Ist-Zustand?

Punkt B: Hast Du ein realistisches Trainingsziel (und woher weißt Du ob es realistisch ist)?

Wie sieht’s aus? Waren dir beide Punkte bewusst?

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{ 4 Kommentare… add one }
  • Guntram July 1, 2015, 9:42 pm

    Hi Sebastian,

    erstmal gefällt mir die neue Aufmachung sehr gut. Sie ist dezent gestaltet aber dennoch auffallend. Das Logo ist der Hammer!!!!

    Der Artikel ist wie immer klar, deutlich und einfach verständlich geschrieben. Ich erkenne mich leider darin auch. Habe auch oft kein Ziel. Denke das es bei mir aber auch ein bisschen schwiereiger ist da ich noch einen Hauptjob habe und in mehreren Studios nebenbei arbeite. Dennoch bin ich mit meinem Ist Zustand zufrieden. Wünsche und Ziele hat ja jeder 😉

    Freu mich schon auf den nächsten Artikel 🙂

    Bis bald und lieben Gruß

    Günni

    • Sebastian Müller July 2, 2015, 4:15 pm

      Hey Günni,

      vielen Dank für dein Feedback! Mach dir keinen Kopf. 🙂 Ich finde mich in dem Artikel auch wieder.

      Es ist wichtig immer wieder die Route zu checken. Manchmal verliere ich auch den Fokus und habe meine Ziele nicht mehr 100% klar. Deswegen ist es wichtig immer wieder zu reflektieren.

      Beste Grüße,
      Sebastian

  • Ben Menges July 22, 2015, 1:36 pm

    Servus Sebastian,
    wirklich einfacher und sehr verständlicher Beitrag. Eigentlich sollte es logisch sein, aber ich ertappe mich durch diesen Beitrag auch dabei manchmal nicht klar alles zu wissen. Aber:
    “Wenn du nicht weißt wohin du gehen willst, ist jeder Weg der Richtige.”
    Manchmal muss man auch einfach nur spielen. 😀

    Gruß,
    Ben

    • Sebastian Müller July 22, 2015, 7:29 pm

      Hey Ben,

      spielen ist immer gut. 🙂 Und stimmt, es ist leicht die Dinge zu sehr zu überdenken. Manchmal einfach nur zu machen, ist da sehr hilfreich.

      Grüße,
      Sebastian

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