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Intelligent Strength – Wie du deine Kniebeuge und Kreuzhebeleistung steigerst

Intelligent Strength - Wie du deine Kniebeuge und Kreuzhebeleistung steigerstBist du mit 36 Jahren nicht ein wenig zu alt, um Schiss vor einem Workshop zu haben?

Dieser Gedanke ging mir letzten Freitag auf dem Weg zum Unterkörper Workshop der Gebrüder Pürzel durch den Kopf.

Vielleicht kennst du die Jungs bereits.

Andreas und Alexander sind zwei erfolgreiche Krafttrainer aus Wien. Und sie haben, wenn auch noch nicht lange geöffnet, jetzt schon ein legendäres Gym. Das Gym.

Kraftdreikampf meets Bodybuilding – trifft es beim Anblick der Brüder auch sehr gut. Diese Mischung hat es in sich. Die Kraftleistungen und Trainingserfolge der beiden sind beeindruckend. Das ließ mich ein wenig hadern.

Langhantel Kniebeuge und Kreuzheben stehen zwar regelmäßig auf meinem Trainingsplan, jedoch hatten diese zwei Übungen in der Vergangenheit nicht die Priorität die sie verdienen.

Ich saß in der Zwickmühle. Zum einen wusste ich, dass ich in den Bewegungen stärker werden darf und zum anderen dachte ich, dass ich sang und klanglos untergehen werde. Weder bin ich Kraftdreikämpfer noch betreibe ich ambitioniert Bodybuilding.

Ein Gespräch mit Moritz Rammensee und die Tatsache, dass der Workshop in der Athletenschmiede stattfindet, half bei der Anmeldung.

Ich gebe viel auf die Meinung anderer erfahrener Trainer und ich wollte unbedingt die Athletenschmiede besuchen. Außerdem hatte ich am ersten Seminar Tag Geburtstag und das muss ja irgendwie gefeiert werden. Und gefeiert wird am besten weit außerhalb der eigenen Komfortzone.

Hier ist ein kleiner Erfahrungsbericht des Workshops.

In erster Linie beziehen sich die Fazits der einzelnen Tage nur auf mich. Wenn du jedoch deine Kniebeuge und Kreuzhebeleistung verbessern möchtest, kannst du bestimmt das ein oder andere für dich mitnehmen. Oder der ein oder andere Zweifel, an so einem Workshop teilzunehmen, wird beseitigt. Du wirst erkennen, dass du auch ohne Ambitionen im Kraftdreikampf und Bodybuilding maximal von dem Wissen der Gebrüder Pürzel profitieren wirst.

Als wir am Samstag in der Athletenschmiede ankamen, hatte ich einen kleinen Overload, was die Eindrücke angeht.

  1. Die Athletenschmiede ist der Hammer!
  2. Es wird ein Klassentreffen!
  3. Andreas ist so eine Kante!
  4. Alexander wirkt noch gewaltiger!

#1 Doro und Christian haben eine super Location in Düsseldorf eröffnet. Es gibt alles. Langhanteln, Klimmzugmöglichkeiten, Ringe, Schlitten und natürlich Kettlebells in allen Größen. Ich fühlte mich sofort Zuhause. Vor allem nachdem ich die Kaffeemaschine ausgescheckt und die Location ein wenig wirken ließ. Mega Athmosphäre.

#2 Bei der Begrüßung der Teilnehmer fiel mir auf, dass ich in einer Blase lebe. Immer die gleichen Verdächtigen, was super angenehm war und ein wenig Sicherheit gab. Aber auch neue Gesichter waren dabei. Es ist cool, wie die Community wächst.

Intelligent Strength - Wie du deine Kniebeuge und Kreuzhebeleistung steigerst#3 & #4 Dann sah ich Andreas. Trocken und austrainiert. Irgendwie kam ich mir sofort klein vor.  Gleich danach erblickte ich Alexander (Faszientyp Wikinger – kleiner Insider). Jetzt wusste ich, dass ich klein bin.

Die optischen Eindrücke waren vielversprechend.

Mit den ersten Eindrücken wichen meine Ängste und meine Hoffnungen wurden lauter.

  • Was werde ich bei dem Unterkörper Workshop für mich mitnehmen?
  • Werde ich Werkzeuge an die Hand bekommen, um danach meine Kniebeuge und Kreuzhebeleistung zu verbessern?
  • Werden sich meine Trainerskills verbessern?
  • Bekomme ich neuen Input für meine Trainingsplanung und die Pläne meiner Klienten?

Viel Zeit zum Nachdenken hatte ich nicht.

Mit Theorie ging es los und ich war sofort gefangen.

Nur drei Worte: Sympathisch – Authentisch – Professionell

Es hagelte Wissensbomben.

Auch wenn ich vieles schon kannte, davon gelesen oder gehört hatte, machte es ein ums andere Mal klick im Kopf. Ein Aha-Momente jagte den anderen. Die Art und Weise wie Andreas und Alexander das Wissen verteilen, macht den Unterschied.

Beide sind super sympathisch. Du hängst sofort an ihren Lippen. Die Vortragsweise ist angenehm und abwechslungsreich. Es kommt keine Langeweile auf und du spürst in jedem Satz, dass die beiden leben was sie lehren.

Extrem authentisch. Nichts von dem was sie präsentieren ist reine Theorie. Du merkst die ganze Zeit, dass sie alles selbst im Training, bei sich und ihren Athleten, anwenden. Sie haben zu jedem noch so kleinem Thema eine Anekdote oder lustige Geschichte.

Pro·fes·si·o·na·li·tä̱t – Substantiv [die] – das spezielle Können (und die souveräne Ausstrahlung), die nur ein Fachmann hat.

Du hast zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass sie zu einer Frage keine Antwort haben. Zugleich stellen sie jedoch ihr Wissen auch in Frage und sind ständig auf der Suche nach Verbesserungen.

Das unterstreicht die Tatsache, dass sie ihr erstes Buch vom Markt genommen haben, weil es Inhalte hatte, von denen sie heute nicht mehr einhundert Prozent überzeugt sind oder es mittlerweile anderes handhaben. Großes Kino.

Die wertvollsten Erkenntnisse vom Samstag:

  • Ein neuer Blickwinkel auf mögliche Voraussetzungen bei den Bewegungen im Unterkörper. Sowohl zu den genetischen als auch muskulären Einschränkungen. Nicht jede Übung ist für Jeden. Jede Übung hat Vor- und Nachteile für dich. Diese ergeben sich aus deinen genetischen und muskulären Voraussetzungen.
  • Mehr Fokus auf die „Atmung“. Speziell der Einsatz von Pressatmung. Wann, wo, wie und für wen geeignet. Das war vor allen für mich als Kettlebeller interessant, weil es noch ein paar Details gab, die mir insgesamt beim Training helfen werden. Du solltest deine Atmung der Intensität und Wiederholungsbereichen bei einer Bewegung anpassen.
  • Schwerpunkt treffen. Hier habe ich am meisten mitgenommen, weil ich mir darüber im Vorfeld am wenigsten Gedanken gemacht hatte. Es geht mehr um Balance als du glaubst. Vor allen bei Kniebeugen, wo das Gewicht einen relativ weiten Weg zurücklegt.
  • Neue Tools, um die Kniebeuge zu testen und zu unterrichten. Gold für mich als Trainer. Nicht alles funktioniert bei jedem und es ist super für jede Situation das richtige Werkzeug dabei zu haben.
  • Voraktivierung und Vorermüdung. Hatte ich bereits auf dem Schirm aber noch nicht so in der Tiefe. In der Vergangenheit hatte ich dieses Problem einen Muskel nicht so ansteuern zu können, wie ich es gerne wollte. Die passende Aktivierung oder Vorermüdung löst dieses Problem.

Persönliches Fazit des ersten Tages:

Overcoached and Undertrained bei den Langhantel Übungen! Die Technik bei der Ausführung passt (vor allen nach den vielen wertvollen Hinweisen). Die Arbeitssätze müssen jedoch erhöht werden, wenn es vorwärts gehen soll. Thema Prioritäten. Trainingsplanung wurde zum Glück intensiv behandelt. Auch hier gab es wieder viele neue Tools.

Der Sonntag stand für weniger Theorie und viel Praxis.

Nachdem der Samstag mit Trainingsplanung beendet wurde, ging es am Sonntag gleich damit weiter. Danach standen hüftdominante und oberschenkeldominante Übungen im Zwei- und Einbeinstand an.

Die Kniebeuge Varianten High Bar und Low Bar wurden am Samstag bereits abgehakt. So ging es Sonntags mit Zercher Kniebeugen, Frontkniebeugen und Belt Lift weiter. Dazu kamen Split Squats, Lunges und Step Ups in allen Varianten. Das gleiche Spiel gab es dann auch für die Varianten beim Kreuzheben.

Die wertvollsten Erkenntnisse vom Sonntag:

  • Du musst deine Priorität klar haben, dann tust du dir mit der Trainingsplanung leichter. Wenn du weißt was im Training wichtig ist, kannst du alles was nicht zielführend ist, weglassen. Dieser Punkt ist entscheidend, weil du deine wertvolle Trainingszeit besser nutzen kannst. Bisher kannte ich meine Ziele und Prioritäten jedoch hatte ich sie nie so detailliert in Kategorien unterteilt und hinterfragt.
  • Jede Übung hat Vor- UND Nachteile. Du musst genau schauen, was für dich Sinn macht. Dies geht einher mit dem oberen Punkt. Kennst du deine Prioritäten erkennst du die Vor- und Nachteile der jeweiligen Übungen und kannst das beste für dich herauspicken.
  • Es gibt simple Möglichkeiten einen bestimmten Muskel vor einer Bewegung anzusteuern. Manche Dinge sind so simpel, dass du sie komplett vom Radar verlierst. Thema – Mind / Body Connection. Definitiv etwas worüber ich noch mehr lernen darf.
  • Es gibt eine oberschenkeldominante Übung, die einen Trainingseinsteiger sein eigenes Körpergewicht beugen lässt, wenn schwere Kniebeugen noch keine Option sind. Dazu bald mehr.

Persönliches Fazit des zweiten Tages:

Ich will mehr!

Andreas und Alexander von Intelligent Strength haben mich voll abgeholt. Und nicht nur mich. Die Gespräche mit anderen Teilnehmern ergaben das gleiche Fazit.

No Bullshit und Intelligentes Training fasst den Unterkörper Workshop perfekt zusammen.

Und das Rahmenprogramm war auch großartig. Der lustige Freitagabend mit Paul von Calisthenics Parks (Danke für die Unterkunft!), die Gespräche mit Freunden und Teilnehmern während des Workshops und die super Organisation von Doro und Christian, plus das leckere gemeinsame Abendessen, mit der freien Theke bei den frischen Zutaten. 🙂

Und natürlich die Tatsache, dass ich meinen Geburtstag wieder einmal mit einem ganz besonderen Menschen teilen durfte.

Jetzt heißt es aufarbeiten, die eigenen Prioritäten überdenken, Altes und Neues hinterfragen, dankbar zu sein für das was ich schon erreicht habe und mit Vorfreude auf das zu schauen was noch kommt.

Du überlegst einen Workshop bei Intelligent Strength zu besuchen?

Tue es!

Und solltest du, wie ich, in dem Dilemma stecken und denken, dass du noch nicht stark genug für einen Workshop bei Andreas und Alexander bist, vergiß es. Die Jungs holen dich genau dort ab wo du stehst. Besonders, wenn du mehr über das Training mit Langhantel und Co lernen möchtest!

Und das Ganze auf eine sehr sympathische, authentische und professionelle Art und Weise.

Hier findest du mehr Informationen zu den Jungs:

intelligent-strength-wie-du-deine-kniebeuge-und-kreuzhebeleistung-steigerst

Wie sieht es bei dir aus? Ich bin neugierig. Welche Priorität hat Kniebeuge und Kreuzheben, in allen Variationen, in deinem Training?

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{ 6 Kommentare… add one }
  • Steffen September 27, 2016, 9:18 pm

    Hey Sebastian, toller Bericht! Danke Dir!
    Ich verfolge die Jungs auch schon länger. Hab auch ihre ganze Trainingsliteratur. Richtig gut. Bis auf die ‘Kniebeuge’. Gabs Infos wann mit der Neuauflage des Buches zu rechnen ist? Letzte Infos war Sommer 2016.
    Grüße Steffen

    • Sebastian Müller September 28, 2016, 8:35 am

      Hey Steffen,

      danke für dein Feedback. Die Jungs meinten wohl Ende des Jahres noch vor dem Weihnachtsgeschäft. Aber einig waren sie sich nicht. 🙂

      Beste Grüße,
      Sebastian

  • Sascha Pfeifer September 30, 2016, 9:21 am

    Hallo Sebastian,

    nachträglich zum Geburtstag von mir alles Gute! Du kommst der 40 ja auch so langsam näher 😉

    Toller Bericht. Und ja, das sind echte Kanten neben dir auf dem Bild! Was frühstücken die?! 😉

    Sehr interessant sind auch die Links von dir. Ich kannte diese beiden Herrn noch nicht.
    Viel Erfolg weiterhin im Training.

    Besten Gruß,
    Sascha

    • Sebastian Müller September 30, 2016, 4:49 pm

      Hey Sascha,

      ja… irgendwie kommt die 40 immer näher. Wird Zeit, dass etwas aus mir wird. 🙂 Und keine Ahnung aber ich glaube Alex und Andi haben im Gegensatz zu mir Frühstück.

      Die Jungs haben echt Eindruck bei mir hinterlassen. Check den YouTube Kanal der beiden mal aus. Da sind auch viele sehenswerte Sachen dabei.

      Beste Grüße und danke für die Glückwünsche,
      Sebastian

  • Eschb October 26, 2016, 12:42 pm

    Toller Beitrag, Professionalität ist beim Thema Fitness und vor allem Krafttraining alles. Schnell schleichen sich kleine Fehler in Übungen ein, die nachher zu Schmerzen führen können. Die Aufsicht während eines Fitnessprogrammes von geprüften Physiotherapeuten oder Fitnesstrainern ist daher von zentraler Bedeutung.

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